Eine Blisterpackung ist eine Karte aus Folie und Kunststoff, die Ihre Medikamente in einzelnen, versiegelten Fächern enthält. Jede Tablette befindet sich in einem Fach, die restlichen Tabletten bleiben geschützt, bis Sie die nächste herausdrücken. Es ist die weltweit gängigste Verpackungsform für feste orale Arzneimittel, und in dieser einfachen Karte steckt mehr Technik, als die meisten Menschen ahnen.
Was befindet sich im Inneren des Hohlraums?
Eine Blisterpackung besteht aus zwei Materialien. Die Formfolie am Boden formt die Vertiefungen. Die Deckelfolie verschließt sie. Der Patient drückt die Tablette durch die Folie, um die Dosis freizusetzen.
Die Formfolie besteht aus Kunststoff- oder Aluminiumlaminat. PVC eignet sich für kostengünstige und stabile Formulierungen. PVDC-beschichtetes PVC bietet eine bessere Feuchtigkeitsbarriere. ACLAR wird verwendet, wenn zusätzlich eine Lichtbarriere erforderlich ist. Kaltgeformtes Aluminium (Alu-Alu) kommt zum Einsatz, wenn der Wirkstoff so empfindlich ist, dass selbst geringe Feuchtigkeitsmengen, die während der zweijährigen Lagerung durch den Kunststoff dringen, ihn schädigen würden.
Die Deckelfolie besteht fast immer aus Aluminium, manchmal laminiert mit Papier oder Kunststoff. Innen ist sie mit einem Heiß- oder Kaltsiegelkleber beschichtet. Der Aufdruck auf der Oberseite enthält die Marke, die Dosierung und oft auch den Wochentag.
Thermogeformte vs. kaltgeformte Blasen
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Kavität zu formen. Beim Thermoformen wird die Kunststofffolie erhitzt und in eine Form gepresst. Schnell, kostengünstig und für die meisten festen oralen Darreichungsformen geeignet. Beim Kaltformen wird ein Aluminiumlaminat ausschließlich durch Druck geformt, ohne dass Hitze benötigt wird. Langsamer und teurer, bietet aber den höchsten Barriereschutz in pharmazeutischen Verpackungen. Wenn Ihre Stabilitätsstudie Feuchtigkeit erfordert, ist Kaltformen die richtige Wahl.
Kaltversiegelte Blisterverpackungen
Eine eigene Kategorie. Anstatt einer Blisterkarte in einem gefalteten Karton wird die Blisterverpackung direkt auf eine Kartonhülle geklebt. Die Verklebung erfolgt mittels Kaltklebstoff, ohne Hitze. Dies ist relevant, wenn der Wirkstoff selbst wärmeempfindlich ist, wie beispielsweise bei Biologika oder Hormontherapien, da das Produkt bei diesem Montageschritt nicht erwärmt wird.
Ein weiterer Grund für die Verwendung einer Blisterverpackung ist der Patient selbst. Die Verpackung dient als bedruckbare Fläche, auf der Sie einen Kalender anbringen, den Dosierungsplan farblich kennzeichnen oder kindersichere Sicherheitsvorkehrungen integrieren können. Für die meisten unserer Pharmakunden verwenden wir Blisterverpackungen Cold seal.
Was Blisterverpackungen für den Patienten leisten
Im Wesentlichen drei Dinge. Erstens: Dosiskontrolle: Ein Blick genügt, um festzustellen, ob der Patient seine Tablette vom Mittwoch eingenommen hat. Zweitens: Manipulationssicherheit: Eine beschädigte Folie ist sofort erkennbar. Drittens: Individueller Schutz: Die Dosis für den nächsten Monat ist noch versiegelt, sodass kein Luftaustausch zwischen den Behältern stattfindet.
Bei chronischen Medikamenten und komplexen Therapieschemata kann dies den entscheidenden Unterschied zwischen Therapietreue und Nicht-Therapietreue ausmachen. Geldbörsen mit Kalenderansicht erhöhen die Therapietreue in veröffentlichten Studien um etwa 30 %, was sich in messbaren klinischen Ergebnissen niederschlägt.
Wo Unternehmen die falsche Blisterverpackung wählen
Zwei häufige Fehler. Erstens: Man geht davon aus, dass PVC unbedenklich ist, weil die API „nicht so empfindlich“ ist, und beobachtet dann, wie die Stabilitätsdaten im neunten Monat versagen. Führen Sie immer die vollständige Studie durch, bevor Sie sich endgültig für das Material entscheiden.
Der zweite Fehler: den Patienten vergessen. Ein pädiatrischer Wirkstoff in einer Verpackung, die ein Vierjähriger öffnen kann. Ein geriatrischer Wirkstoff in einer Verpackung, die ein 78-Jähriger nicht öffnen kann. Beides kommt vor. Und beides fällt bei Akzeptanztests auf, wenn man so vorgeht.
Wie wir helfen
Seit 1996 kombinieren wir pharmazeutische Wirkstoffe mit Blisterverpackungen. Wenn Sie eine neue Produkteinführung planen und vor der endgültigen Freigabe eine zweite Meinung einholen möchten, senden Sie uns bitte die Stabilitätsdaten und das Patientenprofil. Wir präsentieren Ihnen dann zwei bis drei passende Blisterverpackungen. Gerne können Sie auch Muster anfordern, um den Unterschied zwischen PVC und Alu-Alu selbst zu erleben.
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